Presse-Informationen

 

Minister Remmel: „Wir wollen die Vermarktung regionaler Bio-Produkte weiter stärken“

Pilotprojekt der Landesregierung fördert Vermarktung ökologisch erzeugter Lebensmittel aus der Region

(Herford, 17.9.2014) Die NRW-Landesregierung will die Vermarktung regionaler Lebensmittel intensivieren. Seit Ende 2011 fördert das Umweltministerium das Pilotprojekt „BioRegio OWL“ in Ostwestfalen-Lippe. Ziel ist es, Vermarktungsprozesse für regionale Bio-Produkte anzustoßen und den Akteurinnen und Akteuren vor Ort bei der Umsetzung zu helfen. Die Ergebnisse von „BioRegio OWL“ hat Landwirtschafts­minister Johannes Remmel heute im E-Center Wehrmann in Herford präsentiert. „Ich freue mich darüber, dass sich durch das Projekt viele interessierte Marktpartner miteinander vernetzt haben. Insbesondere der Einstieg von EDEKA Minden-Hannover hat wesentlich zum Erfolg von ‚BioRegio OWL‘ beigetragen. Nicht nur die Umsätze der Landwirtinnen und Landwirte vor Ort sind gestiegen. Dank der neu erschlossenen Absatzwege haben elf konventionell wirtschaftende Landwirtinnen und Landwirte mit 465 Hektar Betriebsfläche im Zuge des Projekts auf ‚Bio‘ umgestellt“, sagte Remmel. „Unsere Verbraucherinnen und Verbraucher setzen zunehmend auf Bio-Produkte, bevorzugt aus der Region. Diesen Verbraucherwünschen können wir mithilfe des Projekts BioRegio OWL jetzt mehr und mehr nachkommen.“

Neben dem Lebensmitteleinzelhandel umfasst das Pilotprojekt „BioRegio OWL“ ebenfalls die Vermarktung über den Naturkostfachhandel und die Direktvermarktung in der Region. Vor allem EDEKA Minden-Hannover hat sich zum Ziel gesetzt, das Angebot an regional erzeugter Bio-Ware in den OWL-Märkten zu steigern. Andreas Berg, Einkaufsleiter des Unternehmens für Obst, Gemüse und Blumen, sagte: „Das Projekt hat bereits im Jahr 2013 die ersten Früchte getragen. Zweistellige Wachstumsraten im Abverkauf und Umsatz an Bio-Gemüse in der Sommersaison sprechen für sich.“  

Bereits im Jahr 2011 hatte das NRW-Landwirtschaftsministerium eine Studie vorgelegt, nach der nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern auch Unternehmen ein zunehmendes Interesse an regionaler Vermarktung haben. „Die Schwierigkeit liegt oftmals darin, die Marktpartner an einen Tisch zu bekommen, die Interessen abzustimmen, Logistikprobleme zu klären und die Wirtschaftlich­keit des Ganzen nicht außer Acht zu lassen“, sagte Remmel. „Die ersten Erfolge im OWL-Projekt machen deutlich, dass uns dies gelungen ist.“

Im Zuge des „BioRegio“-Projekts wurden 2012 alle Bio-Landwirtinnen und -Landwirte, Verarbeitungs- und Logistikunternehmen sowie Naturkostläden in der Region Ostwestfalen-Lippe angesprochen. „Eine umfassende Marktübersicht ist wesentliche Voraussetzung für den Erfolg“, erläuterte Markus Rippin von der Agentur AgroMilagro research, Leiter des Pilotprojekts „BioRegio OWL“. „Zunächst mussten wir klären, welche Bio-Produkte in welchen Mengen überhaupt angebaut werden und zukünftig für eine regionale Vermarktung zur Verfügung stehen.“ Mit der Marktgenossenschaft der Naturland Bauern eG aus Lippetal-Lippborg konnte frühzeitig ein Projektpartner einge­bunden werden, der als Bündler insbesondere für den Lebensmitteleinzelhandel fungiert. Derzeit liefern so über 20 Bio-Erzeugerinnen und -Erzeuger aus OWL über die Marktgenossenschaft an die EDEKA Minden-Hannover. Erzeugerinnen und Erzeuger verzeichnen seit Beginn des Projektes seit Mitte 2013 einen Umsatz von rund zwei Millionen Euro.

Trotz großer Produktnachfrage stagniert derzeit die Bereitschaft von Landwirtinnen und Landwirten, auf ökologischen Landbau umzustellen. Zum Jahresende 2013 wirtschafteten in Nordrhein-Westfalen 1.844 landwirtschaftliche Unternehmen ökologisch auf nahezu 70.800 Hektar Fläche. Das entspricht 5,4 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe und 4,8 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in NRW. Um hier neue Anreize zu schaffen, will die Landesregierung den ökologischen Landbau noch stärker fördern. Remmel sagte: „Im jetzt in Brüssel eingereichten NRW-Programm zur Entwicklung ländlicher Räume planen wir, die Prämien für Öko-Betriebe deutlich zu erhöhen. Bei den wichtigsten Feldkulturen und Grünland sollen die neuen Prämien um 20 Prozent bis 45 Prozent höher als bisher liegen. Zudem unterstützen wir den Ökolandbau auch in der Ausbildung, Beratung, Forschung und in der Vermarktung. Allein die Bewirtschaftung der Öko-Flächen werden wir in diesem Jahr mit gut elf Millionen Euro fördern."

Neben dem Lebensmitteleinzelhandel sind es vor allem Naturkostläden, die zunehmend auch auf regionale Produkte setzen. Auch hier hat das Pilotprojekt in den vergangenen zwei Jahren Erfolge erzielt. „Über intensive Beratungen, Kontaktvermittlungen und persönliche Gespräche konnten wir erreichen, dass einige Naturkostfachläden nun in engerem Kontakt mit regionalen Erzeugerinnen und Erzeugern stehen und hier zusätzliche Produkte aus der Region ins Angebot nehmen“, erläuterte Rippin.

Das Pilotprojekt hat mittlerweile das Interesse weiterer Handelsunternehmen aus OWL und ganz NRW geweckt. „Wir werden die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt nutzen, um NRW-weit Vermarktungsinitiativen für regionale Öko-Erzeugnisse konsequent zu stärken“, sagte Remmel. „Ich bin zuversichtlich, dass die in OWL gesetzten Impulse als Modell dazu beitragen, dass landesweit Verbraucherinnen und Verbraucher künftig noch mehr Bio-Produkte aus ihrer Region einkaufen können.“

 

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Einladung zum Pressegespräch
mit Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel

am Mittwoch, 17.9.2014 in Herford, E-Center Herford, 9:30 Uhr

BioRegio OWL - Pilotprojekt der Landesregierung sorgt für Bewegung auf dem Markt.
Handelsketten wollen zukünftig mehr Bio-Produkte aus der Region anbieten.

Nach Auskunft von Marktforschern haben sich bei Verbrauchern in den letzten Jahren vor allem zwei Trends behauptet: erstens der zu mehr "Bio", zweitens der Wunsch, die Herkunft der Produkte zu kennen und möglichst Lebensmittel aus der Region zu bekommen.

Zwei Jahre lang förderte die Landesregierung deshalb ein Pilotprojekt in Ostwestfalen-Lippe mit dem Ziel, die Potenziale der regionalen Vermarktung von Bio-Produkten zu untersuchen und zu fördern. Mit Erfolg, denn mit der Unternehmensgruppe EDEKA Minden-Hannover ist eine große, regional operierende Handelskette eingestiegen, um in Zukunft ihr Angebot an regionaler Bio-Ware deutlich auszuweiten. So wie im E-Center in Herford, wo die ersten Bio-Produkte aus der Region in den Regalen liegen.

Das Pilotprojekt hat zudem das Interesse weiterer Handelsunternehmen geweckt, so dass Verbraucherinnen und Verbraucher in regional ansässigen Handelshäusern zukünftig noch mehr Bio-Produkte aus der Region einkaufen können.

Über Verbraucherwünsche, die Ziele der Landesregierung und weitere Ergebnisse des Pilotprojektes möchten wir Sie am Mittwoch, den 17. September im Rahmen eines Pressegespräches (einschl. Fototermin) informieren.

Wann: am Mittwoch, den 17. September um 9:30 Uhr
Wo:
im "E-Center Wehrmann", Goebenstraße 31, 32051 Herford

Die Projektergebnisse vorstellen werden:
- Johannes Remmel, NRW-Landwirtschaftsminister
- Julia Wehrmann, E-Center Wehrmann
- Andreas Berg, Leiter Zentraleinkauf Obst/Gemüse der EDEKA Minden-Hannover
- Markus Rippin, Projektleiter

Als Ansprechspartner stehen Ihnen außerdem zur Verfügung:
- Heinz-Josef Thuneke, Geschäftsführer Bioland NRW
- Franz Westhues, Geschäftsführer Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern eG

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Bio-Produkte aus OWL sind gefragt

Pilotprojekt vermittelt zwischen Bio-Bauern und Handel

(OWL, 13.03.2014)  Der Trend zu Lebensmitteln aus ökologischer und regionaler Herkunft ist ungebrochen. Die Nachfrage übersteigt bei weitem das regionale Bio-Angebot. In der Region Ostwestfalen-Lippe werden mit einem Pilotprojekt des NRW-Landwirtschaftsministeriums Wege aufgezeigt, wie der Bedarf stärker aus heimischer Erzeugung gedeckt werden kann. Gesucht sind Gartenbau- und Landwirtschafts-betriebe aus OWL und angrenzenden Regionen, die Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem regional orientierten Einzelhandel haben.

Seit 2012 arbeitet ein Projektteam unter der Leitung des Instituts AgroMilagro research an der Verbesserung der Marktsituation in der Region. Im Sommer letzten Jahres stieg eine große Handelskette mit über 100 Lebens­mittelmärkten in OWL in das Projekt ein. „Seitdem suchen wir intensiv nach interessierten Bio-Betrieben oder solchen, die mit der Öko-Produktion beginnen wollen“, erläutert Instituts­leiter Markus Rippin.

Ob Zucchini, Porree, Blumenkohl, Möhren oder Salate – der Bedarf an regionalem Bio-Gemüse allein dieser einen Handelskette ist riesengroß. „Wir haben mit dem Unternehmen vereinbart, dass langfristige und gut dotierte Verträge gemacht werden können, zumeist mit Handelspreisen, die deutlich über dem Marktüblichen liegen“, erklärt Markus Rippin die Situation. „Für viele Betriebe sicherlich eine echte Perspektive. Jetzt fehlen uns nur noch Landwirte und Gärtner, die auf das Angebot eingehen wollen.“

Derzeit sind vorrangig Betriebe gesucht, die Obst und Gemüse in Bio-Qualität liefern können. Auf absehbare Zeit sollen aber auch weitere Produkte aus regionaler Herkunft die Regale im regionalen Einzelhandel füllen. „Die anderen Lebensmittel benötigen eine längere Planung“, erläutert Markus Rippin. „Milch und Fleisch etwa brauchen eine eigene Logistik.“ Langfristig, so ist Rippin überzeugt, bringen regionale Bio-Waren für alle Beteiligten nur Vorteile. „Die Produkte ersetzen Bio-Importe, stärken die heimische Landwirtschaft, sparen Transport-Kilometer und kommen so der Umwelt und dem Verbraucher zugute.

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Ostwestfalen-Lippe: Großes Absatzpotenzial in der Regionalvermarktung von Bio-Produkten

Edeka Minden-Hannover will mit fairem Partnerschaftskonzept neue Maßstäbe setzen

(Bielefeld, 21.5.2013) Bioregio OWL, das Pilotprojekt zur Stärkung der Vermarktung regionaler Bio-Lebensmittel in Ost-Westfalen-Lippe (OWL), trägt erste Früchte. Am 21. Mai haben sich in Bielefeld 50 Erzeuger, Verarbeiter, Händler und Logistiker getroffen und Chancen und neue Wege der Regionalvermarktung vorgestellt und diskutiert.

Als ersten Handelspartner hat das Bioregio-OWL-Projekt Edeka Minden-Hannover gewinnen können. Andreas Berg, Einkaufsleiter bei Edeka Minden-Hannover, setzt sich mit neuen Konzepten für eine deutliche Stärkung des Regionalangebots der Edeka-Filialen in OWL und ganz Westfalen ein: Er möchte verbindliche, vertrauensvolle und vor allem langfristige Partnerschaften mit Bio-Betrieben in der Region aufbauen.
Markus Rippin von AgroMilagro research, der das Bioregio-OWL-Projekt leitet, ermuntert Landwirte, sich auf diese Partnerschaft einzulassen. „Edeka bietet eine faire Partnerschaft an, mit der der Erzeuger auch langfristig kalkulieren kann. Investitionen, um den großen Bedarf an regionalen Produkten zu decken, können so – mit einem starken und verlässlichen Partner im Rücken – besser geplant werden.“
Mit weiteren Handelsunternehmen wie Jibi und Naturkostfachhändlern der Region arbeitet das Projektteam derzeit daran, vergleichbare Konzepte gemeinsam umzusetzen. Kontakte zu verschiedenen Großverbrauchern lassen erwarten, dass bis Ende des Jahres 2013 auch Kantinen, Betriebsküchen, Kitas und Schulen verstärkt Bio-Produkte aus der Region anbieten werden.

Über 70 Bio-Betriebe zeigen inzwischen Interesse an dem OWL-Pilotprojekt. In einem nächsten Schritt wird nun für den Handel ein attraktives und umfassendes Gemüsesortiment von regionalen Bio-Erzeugern zusammengestellt. Die logistische Koordination übernimmt dabei die Marktgenossenschaft der Naturlandbauern in Lippetal-Lippborg.

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Regionalvermarktung bietet Chancen für Bio-Betriebe in OWL

(Bielefeld, 5. Juni 2012) Für Bio-Bauern und umstellungsinteressierte Landwirte kann die Regionalvermarkung neue betriebliche Perspektiven eröffnen.

Auf einer Tagung in Bielefeld haben etwa 60 Bio-Landwirte und Vertreter von Einzelhandel, Lebensmittelverarbeitung und Gastronomie aus Ostwestfalen-Lippe die Chancen und Möglichkeiten regionaler Wirtschaftskreisläufe für ihre Unternehmen diskutiert.

Seit Jahresbeginn fördert die Landesregierung ein Pilotprojekt, das die Möglichkeiten einer intensiveren Nutzung regionaler Vermarktungsstrukturen im Biobereich untersucht.

Nach Auskunft von Marktforschern haben sich bei Verbrauchern in den letzten Jahren vor allem zwei Trends behauptet: erstens der zu mehr „Bio“, zweitens der Wunsch, die Her­kunft der Produkte zu kennen und möglichst Lebensmittel aus der Region zu bekommen. Lebensmittel, die diese Faktoren erfüllen, genießen am Markt höchstes Vertrauen.

„Das Interesse von Verbraucherinnen und Verbrauchern an Bio-Lebensmitteln aus Ostwestfalen-Lippe ist groß“, meint Wolfgang Neuerburg, Ökolandbaureferent aus dem Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium. „ Jetzt sollten Marktpartner zusammengebracht und logistische Fragen gelöst werden. Natürlich müssen auch weitere Erzeugerbetriebe auf Bio umstellen, um die wachsende Verbrauchernachfrage nach regionalen Bio-Produkten zu befriedigen.“

Doch neben umstellungswilligen Landwirten und Gärtnern bedarf es zugleich neuer Strukturen zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Handel, die gewährleisten, dass die Produkte aus der Region auch die Verbraucher in der Region erreichen. Markus Rippin vom Forschungsinstitut AgroMilagro research, das mit weiteren Partnerunternehmen mit dem Pilotprojekt beauftragt wurde, sieht hierfür gute Ansätze in OWL. Zahlreiche Bio-Unternehmen haben bereits ihr Interesse und die Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert. „Wichtig ist es jetzt auch Verarbeitungs- und Handelsunternehmen, Großküchen und Restaurants, die auf die Zukunftsthemen ‚Bio‘ und ‚Regional‘ setzen, mit ins Boot zu holen und mit ihnen gemeinsam Vermarktungskonzepte zu entwickeln.“

Und erste Schritte sind gemacht. Derzeit laufen bereits Gespräche, um interessierte Bio-Betriebe, Verarbeitungsunternehmen und Partner aus dem regionalen Einzelhandel zusammenzubringen. Dabei geht es nicht nur um Produktmengen und Preise, sondern zugleich um Fragen der Logistik, der Abrechnung oder etwa um den Einsatz regionaler Bio-Produkte in ausgewählten Test-Filialen. „Bei unseren Erhebungen in OWL ist eines schnell klar geworden: Es gibt nicht nur den einen Lösungsweg. Jeder Erzeugerbetrieb, jeder Einzelhändler benötigt wegen seiner individuellen Produktpalette oder der Standortsituation einen individuellen Weg, der in ein gemeinschaftliches Konzept eingebunden werden kann.“

Von den Vorteilen einer regionalen Vermarktung und vom Nutzen des OWL-Pilotprojektes überzeugt ist auch Klaus Engemann, Bio-Landwirt aus Willebadessen. Als Betriebsführer eines Bio-Gemüsebetrieb hat er großes Interesse mit Unterstützung weiterer regionale Erzeuger auch Filialisten zu beliefern. „Das Thema Regionalvermarktung ist zwar für die meisten Biobetriebe ein wichtiges Ziel, aber für die Verwirklichung bleibt doch im Betriebsalltag wenig Zeit. Mit dem Pilotprojekt gibt es jetzt die Möglichkeit endlich Strukturen und Netzwerke zu schaffen, um Ideen und Interessen an potentielle Partner zu kommunizieren.“


Einig sind sich alle Tagungsteilnehmer, dass es notwendig sei, in den nächsten Monaten Strukturen zu entwickeln, die auch nach Ablauf des zweijährigen Pilotprojekts eigenständig funktionieren.

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Pressemitteilung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt,
Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) NRW

zum Start des Projektes:

Remmel: Pilotprojekt zur Stärkung der regionalen Vermarktung von Ökoprodukten in NRW gestartet.

(Düsseldorf, 07.02.2012) Der Trend zu mehr „Bio“ ist bei Verbraucherinnen und Verbrauchern in NRW ungebrochen. Zugleich wächst der Wunsch möglichst regionale Produkte einkaufen zu können. „Doch mitunter ist es schwierig, diese Verbraucherwünsche gleichzeitig zu verwirklichen“, so Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. „Das Marktpotential für Biolebensmittel in Nordrhein-Westfalen wird derzeit nicht ausgeschöpft. Denn bis zu 50 Prozent aller Biowaren in NRW stammen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland.“

Mit einem Pilotprojekt in der Region Ostwestfalen-Lippe will die Landesregierung nun herausfinden, wie die Situation auf dem Biomarkt verbessert werden kann und heimische Landwirte und Landwirtinnen dieses Potential stärker als bisher ausschöpfen können.

Am nordrhein-westfälischen Markt für Biolebensmittel tätige Agenturen, Akteure und Akteurinnen des Ökolandbaus und der Regionalvermarktung werden in Ostwestfalen in den nächsten beiden Jahren gemeinsam Kooperationsmodelle und Vermarktungskonzepte für interessierte regionale Marktpartner erarbeiten und umsetzen. Wesentliches Ziel des Projektes ist es, eine bessere Vernetzung zwischen den Bereichen Erzeugung, Verarbeitung und Logistik sowie letztlich dem Handel zu erreichen. Die beteiligten Unternehmen sollen hinsichtlich Fördermöglichkeiten und Betriebsoptimierung beraten und die Öffentlichkeit verstärkt über den Ökolandbau informiert werden.

„Zu Beginn des Projektes wird zunächst eine Bestandsaufnahme vor Ort stehen, die uns einen Überblick über regionale Kooperationspartner der gesamten Wertschöpfungskette und über bestehende Initiativen verschafft. Der Erfolg des Projektes wird wesentlich bestimmt sein von dem Engagement der örtlichen Akteure und Akteurinnen“, erläutert Markus Rippin von der beauftragten Agentur AgroMilagro research.

Für die Umsetzung des Projektes sind neben der Agentur AgroMilagro research, die Agentur TK-SCRIPT sowie der Bioland-Bundesverband verantwortlich. Unterstützt wird die Projektgemeinschaft durch den Bundesverband der Regionalbewegung e.V. Auch die Fachberatung der Landwirtschaftskammer und der NRW-Ökoverbände sind in das Projekt einbezogen

Weitere Infos auf der Presseseite des MKULNV

Anprechpartner für die Medien

TK-SCRIPT
Maternus Thöne
Dieter Kroppenberg

Breite Str. 51, 53111 Bonn
Tel: 0228 - 69 24 47
E-Mail: info .at. tk-script.de

Interview zum Projekt

Ein Interview mit Markus Rippin zum Projekt bioregio-owl finden Sie hier.