bioregio-owl gewinnt internationalen
Ecocare Nachhaltigkeitspreis 2014

Minister Remmel stellt Projektergebnisse vor

„bioregio-owl“ hat den internationalen Ecocare-Nachhaltigkeitspreis 2014 in der Kategorie Projekt erhalten. Mit diesem Preis würdigt die Zeitschrift Lebensmittel Praxis in jedem Jahr vorbildliche Nachhaltigkeitskonzepte der Ernährungsbranche und deren Umsetzung.

Im Rahmen des Projektes bioregio-owl werden in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) seit Ende 2011 erfolgreich neue Regionalvermarktungsstrukturen für Bio-Lebensmittel aufgebaut. Die Erzeuger haben sich enger vernetzt, um eine gemeinsame effiziente Belieferung des regionalen Naturkostfachhandels aufzubauen.

Auch im Bereich des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels ist inzwischen ein Netzwerk von Bio-Höfen, Verarbeitungsunternehmen, Logistikern und Händlern geknüpft worden, die Bio-Erzeugnisse aus OWL in OWL vermarkten. Seit dem Sommer 2013 werden regional erzeugte Bio-Gemüsesorten aus dem Projekt an die Filialen der Edeka Minden-Hannover in der Region geliefert. Die logistische Koordination für das Gemüsesortiment hat die Marktgenossenschaft der Naturlandbauern in Lippetal-Lippborg übernommen.

 

Minister Johannes Remmel präsentiert Projektergebnisse

Minister Remmel stellt Projektergebnisse vor

Präsentation der Projektergebnisse:
Minister Johannes Remmel (Mitte) mit (v.l.n.r.) Peter Wehrmann, Julia Wehrmann, EDEKA-Abteilungsleiter Andreas Berg, Franz Westhues, Geschäftsführer Naturland-Marktgenossenschaft

 

(17.9.2014) In Herford hat Landwirtschaftsminister Johannes Remmel Ergebnisse von „BioRegio OWL“ präsentiert. „Ich freue mich darüber, dass sich durch das Projekt viele interessierte Marktpartner miteinander vernetzt haben. Insbesondere der Einstieg von EDEKA Minden-Hannover hat wesentlich zum Erfolg von ‚BioRegio OWL‘ beigetragen. Nicht nur die Umsätze der Landwirtinnen und Landwirte vor Ort sind gestiegen. Dank der neu erschlossenen Absatzwege haben elf konventionell wirtschaftende Landwirtinnen und Landwirte mit 465 Hektar Betriebsfläche im Zuge des Projekts auf ‚Bio‘ umgestellt“, sagte Remmel. „Unsere Verbraucherinnen und Verbraucher setzen zunehmend auf Bio-Produkte, bevorzugt aus der Region. Diesen Verbraucherwünschen können wir mithilfe des Projekts BioRegio OWL jetzt mehr und mehr nachkommen.“

Neben dem Lebensmitteleinzelhandel umfasst das Pilotprojekt „BioRegio OWL“ ebenfalls die Vermarktung über den Naturkostfachhandel und die Direktvermarktung in der Region. (weitere Infos)

 

Minister Remmel stellt Projektergebnisse vor

Aktuelle Zahlen zum Projekt bioregio-owl:

  • Seit Projekt-Beginn hat die Projektgruppe insgesamt über 440 Erzeuger-Betriebe in Westfalen erfasst.
  • Insgesamt konnten bislang 79 Betriebe in das Projekt integriert werden, davon liegen 59 in Ostwestfalen-Lippe (OWL).
  • Erzeugerbetriebe, die derzeit den regionalen Lebensmitteleinzelhandel liefern: 31, davon 21 aus OWL
  • Erzeugerbetriebe, die an den Naturkosthandel liefern: 39, davon 35 aus OWL
  • Umstellungsinteressierte Erzeugerbetriebe: 19, davon 9 aus OWL

 

Bio-Erzeuger/-Umsteller dringend gesucht

Bio-Erzeuger gesucht

Im Rahmen des bioregio-owl-Projektes haben wir Edeka Minden-Hannover als langfristigen Partner gewinnen können. Seit Juni 2013 konnte bereits eine Vielzahl an Kontakten zwischen Edeka und Bio-Erzeugern vermitteln werden, die inzwischen Edeka mit Bio-Gemüse aus Westfalen beliefern. Die Nachfrage der Edeka-Filialen ist so groß, dass bislang nur in wenigen Bereichen (Möhren, Staudensellerie, Steckrüben, Weißkohl, Rotkohl, Suppengemüse) der Bedarf gedeckt werden kann. Für alle anderen Gemüsekulturen werden für 2014 noch dringend Erzeuger gesucht.

Eine Liste der wichtigsten gesuchten Kulturen und weitere Infos finden Sie hier als PDF zum Download.

 

 

Infos zum Projekt bioregio-owl:
Regionale Vermarktung von Bio-Produkten

Beispiel 1

Der Trend zu mehr „Bio“ ist bei Verbrauchern ungebrochen. Zugleich wächst der Wunsch, die Herkunft der Produkte zu kennen und möglich regionale Produkte einkaufen zu können. Lebensmittel, die alle diese Faktoren erfüllen, genießen am Markt höchstes Vertrauen.


Beispiel 1

Zugleich liegen in regional ausgerichteten Absatzstrukturen für Bio-Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe, Naturkostläden und Handelsunternehmen sowie für die Gastronomie große wirtschaftliche Chancen und Perspektiven.


Pilotprojekt in Ostwestfalen-Lippe

Beispiel 2

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW fördert deshalb in der Region Ostwestfalen-Lippe ein Pilotprojekt mit dem Ziel: Herauszufinden, wie die Situation auf dem heimischen, regionalen Bio-Markt zwischen Erzeugern, Verarbeitungs- und Lagerunternehmen, dem Handel und allen anderen an der Bio-Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen und Dienstleistern im Sinne regionaler Wirtschaftskreisläufe verbessert werden kann.

Netzwerke, Kooperationen, Synergien

Beispiel 2

Ziel der kommenden zwei Jahre ist es,

  • interessierte Marktpartner und Initiativen stärker zu vernetzen,
  • Kooperationsmodelle zu entwickeln,
  • Synergiepotenziale zu realisieren,
  • Betriebe hinsichtlich der existierenden Optimierungspotenziale und Fördermöglichkeiten zu beraten,
  • gemeinsame Vermarktungskonzepte zu entwickeln und durch intelligente Logistikkonzepte auch umzusetzen.

INFOS UND AKTUELLES

Qualitätsseminar:
Bio-Gemüse und –Obst
für den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel

27. November 2015: 10 - 16 Uhr,
Schloss Oberwerries - 59073 Hamm

Themen:

  • Qualitätsanforderungen des LEH
  • besonders häufig auftretende "Qualitätsmängel" aus Sicht des LEH
  • Infos und Tipps, wie von der Pflanzung bzw. Aussaat bis zur Ablieferung diese Qualitätsnormen eingehalten werden können

Referenten:
Markus Buddenkotte, ehemals Qualitäts-Manager bei Edeka Minden-Hannover, aktuell Unterglas Bio-Gemüseerzeugung
Wiebke Hönig, Anbauberaterin bei Bioland NRW für den Gartenbau

Infos und Anmeldung zum Download

Bei Interesse können Sie gerne direkt Kontakt zu uns aufnehmen.

Projektpartner werden

Höfe und Handelsunternehmen, die sich für bioregio-owl und für eine Projektpartnerschaft interessieren, wenden sich bitte per E-Mail an projekt .at. bioregio-owl.de.

Wir melden uns umgehend bei Ihnen.

Info-Adresse für Verbraucher/innen

Verbraucherinnen und Verbraucher sowie andere Interessengruppen, die Kontakt zu bioregio-owl aufnehmen wollen, schicken bitte einfach eine Mail an info .at. bioregio-owl.de.

Ansprechpartner

Die Kontaktdaten der Ansprechpartner im Überblick: Kontakt

Das Projekt wird gefördert durch das:

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen